Sei Segen im Netzwerk Gottes 5. September 2010
veröffentlicht von Bernhard Ch. Erfort in Feste und Feiern , Kommentar schreiben
Ring-Ring und Piep-Piep – mitten im Gottesdienst klingelt das Handy eines Ministranten, zwei Messdienerinnen sitzen hinter Notebooks versteckt im Altarraum und chatten, während die Oberministrantin eine SMS schreibt und ganz nebenbei das Weihrauchfass schwenkt…
“Sei ein Segen im Netzwerk Gottes”, unter diesem Thema stand der Festgottesdienst der 33. Martinskerwe, zu welchem die Pfarrei St. Martin mit ihrem Pfarrer Andreas Keller eingeladen hatte. Viele Freunde, Verwandte und Bekannte waren gekommen, so auch Richard Rupprecht aus unserer Partnergemeinde Heilige Dreifaltigkeit in Brandenburg und Pfarrer im Ruhestand.
Internet und Mobiltelefone sind aus unserer heutigen Zeit fast nicht mehr wegzudenken. Sie sind wichtig, um in Kontakt zu bleiben, sich zu verabreden, sich auszutauschen – miteinander “vernetzt” zu sein.
“Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlang ging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.”
Jesus möchte jeden Christen zu einem Menschenfischer machen, alle Menschen soll die Liebe Gottes in Jesus erreichen – ein Netzwerk Gottes.
Ein Netz schwebte an diesem Sonntag auch über den Gottesdienstbesuchern in der Martinskirche, auf kleine Karten konnten sie gute Wünsche und Segen schreiben und diese “ins Netz” stellen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Martin und viele Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass sich alle Gäste bei traditionellem “Kaiser-Wetter” auf der Pfarrwiese und in der Martinskirche wohl fühlten.
Informationszeitalter 18. August 2010
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Wir Menschen leben von Gesprächen, wir leben von Mitteilungen und Wahrnehmungen. Wir möchten Neues entdecken: was in uns, was um uns, was in der Welt geschieht. Wir haben die Sehnsucht zu erfahren, was in der Unendlichkeit des Weltalls und in der Winzigkeit eines Atomteils vor sich geht. Die Medien eröffnen uns den Zugang in diese Welten, der Natur, der Kultur, der Wissenschaften und Forschung und der Technik.
Es liegt an uns Menschen den Segen nicht in Fluch verkommen zu lassen, indem wir kritisch und verantwortungsvoll die Medien nutzen. Die Gefahren des Missbrauchs sind enorm. Hilfen zum „guten“ Umgang mit dem Internet bietet u. a. die durch das Bundesfamilienministerium unterstützte Seite www.klicksafe.de
Unser Gott ist ein Gott der Mitteilungen durch seine Propheten: Männer und Frauen, die die Stimme Gottes in ihrem Innersten gehört und weitergesagt haben. Die große und endgültige Mitteilung Gottes ist Jesus Christus, sein Sohn – zuletzt und unüberbietbar, niedergeschrieben als „Gute Nachricht“, „Frohe Botschaft“ für die ganze Welt. Auch die „Frohe Botschaft“ wurde im Laufe der Geschichte missbraucht und in ihrem Namen wurden Unmenschlichkeiten „gerechtfertigt“.
Deshalb sollte eine Prämisse unseres Handelns sein: „Nicht alles ist erlaubt, was möglich ist!“
» zum Pfarrbrief Nr. 214 September/Oktober 2010
Zurück aus dem Zeltlager! 17. August 2010
veröffentlicht von Bernhard Ch. Erfort in Jugend , Kommentar schreiben
Unter dem diesjährigen Motto “Zurück in die Zukunft” fand das KjG-Sommerzeltlager in Eppingen statt. Dort wurde auf dem Kolpinggelände unser Basislager aufgebaut. 55 Teilnehmer wurden in das Weltraumteam der KjG aufgenommen und hatten vom 06.-13. August 2010 Spiel, Spaß und Spannung ohne Ende.
Angeleitet von 15 KjG’lern erwartete die Teilnehmer ein wildes Programm, in dem alle immer wieder zeigen mussten, dass sie fit für’s Universum sind. So wurden Raketen gebaut und in den Himmel gejagt, Space-Shuttles (Seifenkisten) zusammengeschraubt, beklebt, bemalt und natürlich geflogen. Gemeinsam wurde Weltraumsport betrieben und sich über den Rasen gejagt und bei gutem Wetter alles ins Wasser getaucht. Am Abend gab es immer Lagerfeuer, mal mit Stockbrot oder Popkorn vom Feuer und dann wieder mit Gesang und Gitarre. In einer Nacht wurde uns sogar von der gemeinen Dorfjugend unsere Fahne gestohlen, die wir uns aber durch einen futuristisch genialen Plan zurückeroberten. Als wir am letzten Abend gemeinsam Fotos vom Lager anschauten stand dann fest: Nächstes Jahr fahren alle wieder mit!
Und für alle die es jetzt schon wissen wollen: das nächste Sommerzeltlager findet vom 23. bis 31. Juli 2011 in Römerberg-Mechtersheim statt.
Tobias Wollowski
Feierliche Amtseinführung 16. August 2010
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Viele Menschen hatten sich am Sonntagabend zur feierlichen Amtseinführung von Pfarrer Andreas Keller in der Martinskirche versammelt. Die Bänke der Kirche waren bis auf den letzten Platz gefüllt, Gemeindemitglieder aus St. Martin und St. Bartholomäus ebenso wie Mitglieder der ehemaligen Pfarreiengemeinschaft von Pfarrer Keller in St. Ingbert, Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, Senior des protestantischen Kirchenbezirks Pfarrer Frank Schuster, Malteser, Freunde, Bekannte und viele mehr waren gekommen.
Dekan Ewald Sonntag verlas die Ernennungsurkunde mit der Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Andreas Keller zum 01. August 2010 in sein neues Amt einsetzte. Der Dekan nahm Andreas Keller das Versprechen ab, ein gewissenhafter Leiter der Pfarreien St. Martin und St. Bartholomäus zu sein und die Botschaft Christi weiterzugeben. Er überreichte ihm schließlich u. a. den Schlüssel zur Martinskirche und bat Pfarrer Keller “in der Mitte Platz zu nehmen”, auf dem Stuhl von welchem aus er künftig die Heilige Messe in der Martinskirche leiten wird.
Viele Herausforderungen und Aufgaben erwarten den neuen Pfarrer, der Umbau des Pfarrhauses, die Zusammenlegung von Gemeinden zur größten Pfarreiengemeinschaft in Kaiserslautern u. v. m. – Pfarrer Keller versicherte in seiner Predigt, dass er für die Menschen da sein werde, notfalls auch nachts. Dies sei ihm vor allen administrativen Aufgaben die wichtigste.
Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor St. Martin begleitet und zahlreiche Ministranten gestalteten den festlichen Rahmen.
Nach den Grußworten von Helmut Lewark, Dr. Klaus Weichel und Pfarrer Frank Schuster waren alle Gottesdienstbesucher noch herzlich in den Großen Saal des Edith-Stein-Haus eingeladen. Hier bestand die Gelegenheit zum Plausch und im lockeren Rahmen, bei einem Glas Sekt oder Wasser, den neuen Pfarrer kennenzulernen.
Gemeindepastoral 2015 16. August 2010
veröffentlicht von Bernhard Ch. Erfort in Gemeindepastoral , Kommentar schreibenKatholikenrat im Bistum Speyer
Stellungnahme zum Konzept “Gemeindepastoral 2015″
Ende Oktober 2009 hat die Bistumsleitung der Diözese Speyer mit dem Konzept Gemeindepastoral 2015 einen “verbindlichen Diskussionsprozess” über die Zukunft der pfarrlichen Strukturen im Bistum Speyer angestoßen. Der Katholikenrat, der die Belange der katholischen Christinnen und Christen in der Diözese vertritt, begrüßt diesen Prozess und meldet sich mit dieser Stellungnahme zu Wort. Neben Gesprächen mit Generalvikar Dr. Franz Jung und den Ergebnissen eigener Beratungen unserers Gremiums und seiner Ausschüsse sind in diese Stellungnahme auch zahlreiche Rückmeldungen aus Gemeinden, Dekanaten und Verbänden eingeflossen…
Amtsantritt Pfarrer Keller 11. August 2010
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Liebe Angehörige von Sankt Martin,
anbei einige erste Informationen über mich als Ihren neuen Pfarrer und Seelsorger. Aber am Besten werden Sie mich in persönlichen Begegnungen kennenlernen – ich freue mich darauf!
Meine Prägung
In meinem von der CAJ, von überzeugenden Betriebsseelsorgern und von Weihbischof Ernst Gutting geprägten Elternhaus lernte ich schon früh kennen, was gelebten Glauben ausmacht: Die Teilnahme an den Gottesdienstfeiern und dem Gemeindeleben meiner Heimatpfarrei ebenso wie das Engagement für tätige Nächstenliebe, für Solidarität mit den Schwachen vor Ort und für soziale Projekte weltweit. Früh schon war ich Ministrant, Gruppenleiter in der KJG und der „Jungen Kirche“, war im „Jugendliturgiekreis“, nahm an Hungermärschen ebenso teil wie am Verkauf von Produkten der damals sogenannten „Dritten Welt“.
Der Entschluß, Priester zu werden
Aus all dem reifte in mir die Überlegung, mein Leben dem einen Dienst zur Verfügung zu stellen: Gottes Nähe den Menschen erfahrbar zu machen – durch Verkündigung der befreienden Botschaft Jesu in Gottesdiensten, die die Menschen den ermutigenden Geist Gottes spüren lassen – durch das gemeinsame Miteinander aller Menschen guten Willens, um in Gemeinden Strukturen zu schaffen, in denen Kranke, Einsame und Verzweifelte sich nicht von Gott und der Welt verlassen fühlen.
Das Studium in Rom
Bei meinem Studium in Rom begegnete ich dem Papst, dem Vatikan und der Weltkirche. Als ich mich nach dem Studium der Theologie auf die katholische Soziallehre und Entwicklungsökonomie spezialisierte, lernte ich dort viele Priester und Laien aus armen Ländern kennen – und ihre Sicht der Theologie, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Das bereicherte mich.
Die aktuellen Herausforderungen
Am Wichtigsten ist es mir zunächst, die Menschen in Sankt Martin kennenzulernen: Ihre Hoffnungen und Sorgen, ihre guten Traditionen und Herzensanliegen. Wenngleich mir die Sorge um die Jugend, die Kranken, die Einsamen und die gebrechlichen Alten ein gleichbleibendes großes Anliegen ist, so sehe ich die spannende Herausforderung der heutigen Zeit, den Menschen entgegenzugehen, die auf der Suche sind nach einem Sinn, der ihr Leben trägt. Ich freue mich darauf, Sie alle in Sankt Martin kennenzulernen. Sehr gerne nehme ich die pastoralen Herausforderungen in Sankt Martin an.
Am Sonntag, den 15. August 2010, um 18.00 Uhr, findet im Abendgottesdienst die feierliche Amtseinführung von Pfarrer Andreas Keller statt. Sie sind hierzu alle herzlich eingeladen.
Martinskerwe 2. August 2010
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Herzliche Einladung zur Martinskerwe, dem Gemeindefest der Pfarrei St. Martin.
Wir möchten Sie und Ihre Familie, Ihre Freunde und Bekannte, am Sonntag, den 05. September 2010, ab 10.00 Uhr, herzlich in die Martinskirche und auf unsere Pfarrwiese einladen – feiern Sie mit uns die Martinskerwe.
Bastelworkshop, Spiele, Freunde treffen, Flohmarkt, Grillstand, Eine-Welt-Laden, Musik, Erbsensuppe, Straußjugend, Festzelt, Kuchen, Unterhaltung, Schönwettergarantie! ;-)
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Ihre Pfarrgemeinde St. Martin
Programm:
10.00 Uhr Festgottesdienst
11.30 Uhr Feierliche Eröffnung
19.00 Uhr Lammbock live!Ihre Kuchenspende wird am Vortag gerne im Pfarrzentrum entgegengenommen.
Der schönste Ort der Pfalz… 1. August 2010
veröffentlicht von Bernhard Ch. Erfort in Jugend, Personen , Kommentar schreiben
Im letzten Gottesdienst mit Pfarrer Norbert Kaiser konnten es sich die Messdiener nicht nehmen lassen “ihren” Pfarrer noch mit einem ganz besonderen Geschenk in den Ruhestand zu verabschieden.
Schon vor der Vorabendmesse, am 31. Juli 2010, konnte man eine große Fahne in gelb und weiß über dem Altar hängen sehen. Nach dem Schlußsegen, als zwei Ministranten diese Fahne umdrehten, konnte man zwei große Ortsschilder darauf erkennen, die die jüngeren Messdiener zuvor gestalten hatten. Auf dem unteren Schild, welches das Ende einer Ortschaft anzeigt, konnte man “Lautern” lesen, auf dem anderen, welches einen Ortsanfang anzeigt, “Hettrum”. Dazwischen ein großer Pfeil mit der Aufschrift “Auf Wiedersehen” und “28 km”, da der neue Wohnort von Pfarrer Kaiser, Hettenleidelheim, 28 km von Kaiserslautern entfernt ist. Pfarrer Kaiser dazu: “Kaiserslautern ist zwar schön, aber Hettrum ist und bleibt der schönste Ort der Pfalz!”
Im Anschluss an den Gottesdienst bekam Pfarrer Kaiser die beiden Schilder mit auf den Weg in seine neue alte Heimat. Im Gegenzug bedankte er sich bei den Messdienern mit silbernen Martinstalern und einem Eintrag ins Goldene Buch der Pfarrei, wo nun alle Messdiener dieses Abends verewigt sind.
Tristan Kohlmayer
